Ladungssicherung

LADUNGSSICHERUNG

Die richtige Ladungssicherung auf einem Anhänger ist nicht nur eine Frage der Verantwortung, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. Unsachgemäß gesicherte Ladung kann während der Fahrt verrutschen, herunterfallen oder sogar Unfälle verursachen. In Deutschland wird die Ladungssicherung durch die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und die VDI-Richtlinie 2700 geregelt.


1. Gesetzliche Grundlagen

Nach §22 StVO muss die Ladung so gesichert sein, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen oder herabfallen kann.
Das bedeutet:

  • Die Ladung darf die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen.
  • Gewichtsverteilung und Schwerpunkt müssen beachtet werden.
  • Sicherungsmittel wie Zurrgurte, Netze oder Antirutschmatten sind Pflicht, wenn die Ladung nicht von selbst fest aufliegt.

 

2. Richtige Vorbereitung

Vor dem Beladen sollte geprüft werden, ob:

  • der Anhänger in einwandfreiem Zustand ist (Boden, Bordwände, Plane, Ösen),
  • die maximale Nutzlast nicht überschritten wird,
  • die Kupplung und Beleuchtung korrekt funktionieren.

Ein ausgewogenes Beladen ist entscheidend: Das Gewicht sollte möglichst gleichmäßig über der Achse verteilt werden. Zu viel Gewicht vorne oder hinten kann das Fahrverhalten gefährlich verändern.

 

3. Methoden der Ladungssicherung

a) Formschluss (Kraftschlüssige Sicherung)

Die Ladung wird so verstaut, dass sie sich nicht bewegen kann, z. B. durch Anlehnen an Bordwände oder andere stabile Gegenstände.

b) Kraftschluss (Niederzurren)

Durch das Spannen von Zurrgurten wird die Ladung mit der Ladefläche „verpresst“. Wichtig: nur mit geeigneten Gurten mit Prüfsiegel (z. B. LC-Angabe) arbeiten.

c) Hilfsmittel

  • Antirutschmatten reduzieren die Gleitreibung und erhöhen die Haltekraft.
  • Zurrnetze oder Planen sichern lose oder leichte Gegenstände.
  • Kantenschoner schützen empfindliche Güter und Gurte.

 

4. Typische Fehler vermeiden

  • Lose Gurte oder falsche Gurte (ohne Kennzeichnung).
  • Zu hohe oder ungleichmäßige Beladung.
  • Fehlende Sicherung bei kurzen Strecken – auch auf wenigen Metern kann etwas verrutschen!
  • Nichtbeachtung der Achslast und Stützlast.

 

5. Folgen unsachgemäßer Ladungssicherung

Wer gegen die Vorschriften zur Ladungssicherung verstößt, riskiert:

  • Bußgeld bis zu 120 €
  • 1 Punkt in Flensburg
  • Im Schadensfall Haftung für entstandene Schäden – auch wenn kein Unfall passiert.

Eine korrekt gesicherte Ladung schützt also nicht nur andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch Ihr eigenes Material und Fahrzeug.

Alle Angaben ohne Gewähr


 

FAQ:

 

  • 1.Wer ist für die Ladungssicherung verantwortlich?
  • - Sowohl der Fahrer als auch der Halter des Fahrzeugs sind verantwortlich. In der Praxis muss der Fahrer vor der Fahrt prüfen, ob die Ladung ordnungsgemäß gesichert ist.
  • 2. Welche Zurrgurte darf ich verwenden?
  • - Es dürfen nur geprüfte Zurrgurte mit einem Etikett und LC-Angabe (Lashing Capacity) verwendet werden. Beschädigte Gurte dürfen nicht mehr genutzt werden.
  • 3. Brauche ich immer eine Plane oder ein Netz?
  • - Bei loser Ladung wie Gartenabfällen, Bauschutt oder Holz ist ein Netz oder eine Plane vorgeschrieben, damit nichts vom Anhänger fallen kann.
  • 4. Kann ich Bußgeld bekommen, wenn nichts passiert ist?
  • - Ja. Schon unsachgemäße Sicherung oder fehlende Hilfsmittel gelten als Verstoß – auch ohne Unfall. Es reicht, wenn eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer besteht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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